Kontraindikationen


In Deutschland gilt – Hypnose ist bei medizinischen und psychischen Erkrankungen grundsätzlich Heilpraktikern für Psychotherapie, Heilpraktikern oder Ärzten vorbehalten. Im Coaching und zur Persönlichkeitsentwicklung darf Hypnose aber auch ohne Heilerlaubnis genutzt werden.

Hier ist eine umfangreiche und strukturierte Übersicht der Kontraindikationen (absolute und relative) für Hypnose bzw. Hypnotherapie — basierend auf aktuellen Fachquellen:

1. Absolute Kontraindikationen
Diese Zustände stellen eindeutige Ausschlussgründe dar — Hypnose darf unter keinen Umständen durchgeführt werden:

Akute psychotische Zustände (z. B. Schizophrenie, Manie, endogene Psychose, Wahnvorstellungen)
Akuter Herzinfarkt, Schlaganfall oder akute Thrombose
Geistige Behinderung (z. B. IQ < 70) oder schwere Demenz
Schwere Persönlichkeitsstörungen, insbesondere wenn die Realitätswahrnehmung instabil ist (z. B. Borderline, histrionische Störung)
Endogene Depression, besonders bei Suizidgefahr
Suchterkrankungen (Alkohol, Drogen, Medikamente)
Erkrankungen des zentralen Nervensystems (z. B. Parkinson, fortgeschrittene neurologische Krankheiten)
Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Herzinsuffizienz)
Schwangerschaft (in der Regel nur mit spezieller Ausbildung durch qualifizierte Fachpersonen möglich)

Kinder und Jugendliche — nur mit ausdrücklicher Zustimmung der gesetzlichen Vertreter

Personen mit Glaubenskonflikten oder expliziter Ablehnung gegenüber Hypnose
Menschen, die bewusst nicht hypnotisiert werden möchten (z. B. Angst vor Hypnose)

2. Relative Kontraindikationen
Diese Umstände sollten nur mit besonderer Sorgfalt und ggf. ärztlicher Rücksprache berücksichtigt werden:
Epilepsie oder andere Anfallserkrankungen
Hypotonie (niedriger Blutdruck)
Herzerkrankungen, Thrombosen — je nach Zustand ist eine Rücksprache erforderlich

Einnahme bestimmter Medikamente, insbesondere Psychopharmaka (z. B. Lithium, Carbamazepin, Neuroleptika, Benzodiazepine, Methylphenidat), die die Trancefähigkeit beeinträchtigen können

Migräne, hormonelle Dysbalancen, AD(H)S, Müdigkeit/Erschöpfung, Schwerhörigkeit — können die Hypnose erschweren

Fehlendes Vertrauen, mangelnde Motivation oder Desire for change — beeinträchtigen die Wirksamkeit erheblich

Ungeklärte körperliche Beschwerden (z. B. Schwindel, Herzrasen) sollten vorab medizinisch abgeklärt werden

3. Risiken und mögliche Nebenwirkungen
(auch über Kontraindikationen hinaus)
Retraumatisierung durch die Reaktivierung belastender Erinnerungen
Pseudoerinnerungen (falsche Erinnerungen), insbesondere durch suggestive Techniken
Kopfschmerzen, latente Depressionen, Manie oder Psychosen können ausgelöst werden (wenn auch selten)
Stunden nach der Sitzung: Kopfschmerzen, Schwindel, Desorientierung, Benommenheit, zeitliche Verzerrung
Ethik-Verstöße durch unprofessionelle Hypnotisierende (z. B. Manipulation, unangemessene Suggestionen) — besonders relevant bei Show- oder Bühnenhypnose

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